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tempo, tempo.

Schülerinnen und Schüler des Wirsberg-Gymnasiums bringen Bilder in Bewegung

Schon als das Museum im Kulturspeicher noch Städtische Galerie war, gab es sie, die enge Verbindung zum Wirsberg-Gymnasium und zum dortigen Kunstunterricht. Von einer 24-Stunden-Kunst-Schicht über Aktionen zum Umzug des Museums bis hin zu den vielen Filmen, Fortbildungen und ganz normalen Bild-Gesprächen: die Schule hat das Museum entdeckt, hat es als Erfahrungsraum erobert und findet immer neue Handlungsfelder im Bereich der ausgestellten Kunst.

Und jetzt nimmt die Verbindung besondere Fahrt auf: „tempo, tempo“ ist eine Kooperation von Schule und Museum mit Unterstützung der Stiftung Bildungspakt Bayern und BMW. Der Ruf „tempo, tempo“ macht unser aller Leben aus; jeder Tag ist voll von Bewegung, ob angenehm oder nicht, selbst gewählt oder von außen aufgenötigt. Und so wirft das Projekt im Museum die Frage auf: Welche Bewegung zeigt die Kunst?

Vier Beispiele haben die Schülerinnen und Schüler ausgewählt, zwei aus der Städtischen Sammlung, zwei aus der Sammlung Konkrete Kunst. In diesen Kunstwerken lassen sich erstaunlich unterschiedliche Erscheinungsformen der Bewegung ausmachen: Das geht von der inneren Bewegtheit des Gelehrten Seni vor der Leiche Wallensteins über die zarte Gefühlsbewegung einer Biedermeierdame hin zu einem elektronischen Objekt mit flitzendem Laserpunkt und zu einem Bild der Op Art, das so verrückt gemalt ist, dass kein Betrachter davor stillstehen kann.

Diese Seh-Erfahrungen nahmen die Schülerinnen und Schüler als Anregung für eigene Aktivitäten. Malerei und Objekte entstanden im Kunstunterricht, aber auch Fächer, die sich nicht auf die Augen konzentrieren, schalteten sich ein. Und so ist - für kurze Momente im Fluss der Zeit - die Vermittlung von Bildungsgut geöffnet worden zu außergewöhnlichen Dialogen, der Impuls der Kunst hat die Kreativität der jungen Betrachter freigesetzt und abseits der eingefahrenen Wege zu beachtlichen Leistungen inspiriert.