IDEE + KONZEPT SCHWERPUNKT + VERLAUF FINALE FILMROLLE RÉSUMÉ BETEILIGTE

„Event zieht – Inhalt bindet“

Résumé, Kritik und Ausblick

Doch soll trotz der überwiegend positiven Resonanz des Projektes bei Lehrkräften und Schülern nicht verschwiegen werden, dass sich die eine oder andere Gruppe der „Anfangsformation“ den Unbillen des Schulalltages beugen musste: Ein paar Ausfälle aufgrund anderweitiger schulischer Verpflichtungen auf Schüler- und Lehrerseite führte in wenigen Fällen zwar zu keinem vorführbaren Ergebnis. Die Einbindung dieser Kollegen in die „en passant“ absolvierte Fortbildungsreihe in Sachen Bildbearbeitung ist aber hinsichtlich der Netzwerkarbeit sicherlich sowohl für Museum wie Schule gewinnbringend angelegt.

Für die überwiegende Mehrheit derer, die bei der Abschlussveranstaltung im Würzburger Kulturspeicher ihre Ergebnisse zeigen konnten, werden sich die von ihnen bearbeiteten Originale sicherlich noch lange im Gedächtnis halten.

In gewisser Weise haben gerade die Jugendlichen damit auch den „Kulturspeicher“ als einen Ort gespeichert, dem sie sich angenähert und den sie sich erarbeitet haben – und welcher somit jetzt ein Stückchen mehr zu ihrer kulturellen Wirklichkeit gehört.

Die Zusammenarbeit von Schülern und Lehrern in oft gemischten Rollen (z.B. der Einsatz versierter Schüler als Referenten bei den Fortbildungen – aber auch in den heimischen Schulen, wo oft einzelne „Könner“ ihre Kenntnisse den Gruppen angedeihen ließen) war sicher für alle Beteiligten sehr spannend und anregend. Unterschiedliche und auch neue Formen des Lehrens und Lernens kamen zum Einsatz. Dabei mussten zwangsläufig auf Lehrer- wie Schülerseite während des Geschehens selbst ständig Reflexionen über einen vielleicht zu etablierten Autoritäts- und Kompetenzbegriff angestrengt werden. Zuträglich nicht zuletzt für unser soziales Miteinander. Vor allem wohl für die Jugendlichen, die sich in der Domäne der Lehrer in der Rolle des „Lehrenden“ sicher mehr ernst genommen fühlten als kaum in einer anderen Situation im schulischen Leben. Verantwortlichkeit und Identifikation mit Ihrer Schule und ihrem Museum waren die Folge.

Was zu guter Letzt bleibt, ist ferner ein Netzwerk an enthusiastischen Kolleginnen und Kollegen. Dabei wurde das Rad der Kooperation nicht neu erfunden: Bereits immer wieder und von verschiedensten Fachkolleginnen und -kollegen erprobt wurde nicht mehr als ein durchaus übertragbares Modell mit zahlreichen Synergieeffekten realisiert - getragen von der Schnittmenge des gemeinsamen Anliegens, die kulturelle Identität der Jugendlichen zu bereichern. Übertragbar erweist sich dieses Modell aber nur insofern, als dass dessen Verlauf nicht 1:1 als Königsweg abgelaufen werden kann, sondern auf die jeweilige Situation, die örtlichen Bedürfnisse abgestimmt und austariert werden muss. Diese Stimmigkeit beeinflusst das jeweilige Gelingen einer solchen Kooperation aus Lehrerfortbildung, Museums- und Kunstpädagogik in all ihren genannten Vorteilen.

Und auch ein Nachfolgeprojekt im Kulturspeicher ist bereits angedacht: Natürlich wieder mit dabei das Wirsberg-Gymnasium, wo für eine Vielzahl von Schülerinnen und Schülern ihr Kulturspeicher schon zur zweiten Schule geworden ist.

Einfach zu handhabende Filmschnitt-Programme, wie etwa i-movie von apple, verknüpfen die einzelnen Bilder ohne große Probleme zu selbstablaufenden Dia-shows oder ersten Filmen.

Vor, hinter, über, auf und nach jedem Bild lassen sich Geschichten erzählen und verfilmen...

Oft genug werden im Zuge des filmischen Vorhabens neben rein gestalterischen Aufgaben auch Organisationstalent oder Moderation eingefordert.

... so ist das nächste Vorhaben bereits in Planung: „Bilder aufräumen“ will im nächsten Schuljahr ein spontan entstandenes Team aus zwei beteiligten Schulen.
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